Was ist die Österreichische Schule

austrian economics österreichische schule
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Österreichische Schule in englisch bekannt unter Austrian Economics

Die österreichische Schule der Nationalökonomie, auch als Wiener Schule oder Österreichische Schule der Volkswirtschaft bekannt, ist eine Schule der Nationalökonomie, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in Österreich entstanden ist. Sie wurde vor allem von Ökonomen wie Carl Menger, Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek geprägt und ist vor allem durch ihre Betonung von individuellen Entscheidungen, Märkten und der Rolle des Preismechanismus bekannt geworden.

Die österreichische Schule der Nationalökonomie hat sich von anderen Schulen der Nationalökonomie unterschieden, indem sie einen methodologischen Individualismus vertrat, der davon ausging, dass individuelle Entscheidungen und Handlungen die Grundlage für wirtschaftliche Phänomene sind. Sie betonte auch die Rolle von Märkten und Preismechanismen bei der Verteilung von Ressourcen und der Allokation von Produktionsfaktoren. Die österreichische Schule hat auch die Bedeutung von Unsicherheit und Irrtum in wirtschaftlichen Entscheidungen betont und hat sich für eine begrenzte Rolle der Regierung in der Wirtschaft ausgesprochen.

Die Ideen der österreichischen Schule der Nationalökonomie haben sich im Laufe der Zeit entwickelt und werden heute in verschiedenen Bereichen der Wirtschaftswissenschaften, einschließlich der Mikroökonomie, der Finanzökonomie und der Institutionenökonomie, diskutiert und analysiert. Die gegenteilige Theorie nennt sich Keynesianismus und geht davon aus, dass staatlicher Einfluss (Interventionismus) notwendig ist um die Wirtschaft positiv zu gestalten.

Was ist der Keynesianismus?

Der Keynesianismus ist eine Theorie der Wirtschaftspolitik, die auf den Ideen des britischen Ökonomen John Maynard Keynes basiert. Sie wurde in den 1930er Jahren entwickelt und hat sich zu einer der dominanten Theorien der Makroökonomie entwickelt.

Der Keynesianismus geht davon aus, dass die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft eine wichtige Rolle bei der Bestimmung des wirtschaftlichen Wachstums und der Arbeitslosigkeit spielt. Keynes argumentierte, dass während wirtschaftlicher Abschwünge die Nachfrage sinkt, was zu einem Rückgang der Produktion und zu Arbeitslosigkeit führt. Um diese Probleme zu bekämpfen, empfahl Keynes, dass Regierungen aktiv in die Wirtschaft eingreifen sollten, indem sie die Staatsausgaben erhöhen, um die Nachfrage zu erhöhen und die Wirtschaft anzukurbeln. Dies wird als “fiskalische Expansion” bezeichnet.

Der Keynesianismus hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und wird heute in verschiedenen Formen von Ökonomen und Regierungen verwendet, um wirtschaftliche Probleme wie Arbeitslosigkeit, Inflation und wirtschaftliches Wachstum zu verstehen und zu bekämpfen. Allerdings gibt es auch Kritik an den Keynesianischen Ideen, insbesondere in Bezug auf die Rolle der Regierung in der Wirtschaft und die Auswirkungen von Staatsausgaben auf die Inflation und die langfristige Wirtschaftsentwicklung.

Wo liegt der Unterschied?

Der Keynesianismus und die Österreichische Schule der Nationalökonomie sind zwei unterschiedliche Schulen der Nationalökonomie, die sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Ein wichtiger Unterschied ist, dass der Keynesianismus eine makroökonomische Theorie ist, die sich mit der Analyse der Gesamtwirtschaft und wirtschaftlichen Aggregaten wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Arbeitslosigkeit und der Inflation beschäftigt, während die Österreichische Schule der Nationalökonomie eine mikroökonomische Theorie ist, die sich mit der Analyse von individuellen Entscheidungen und Handlungen und ihren Auswirkungen auf Märkte und Preise beschäftigt.

Ein weiterer Unterschied ist, dass der Keynesianismus davon ausgeht, dass Regierungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Wirtschaft spielen sollten, indem sie die Staatsausgaben erhöhen oder senken, um die Nachfrage und damit das wirtschaftliche Wachstum und die Arbeitslosigkeit zu beeinflussen. Die Österreichische Schule der Nationalökonomie hingegen betont die Rolle von Märkten und Preismechanismen bei der Verteilung von Ressourcen und der Allokation von Produktionsfaktoren und vertritt die Auffassung, dass Regierungen in der Wirtschaft eine begrenzte Rolle spielen sollten.

Es gibt also einige grundlegende Unterschiede zwischen dem Keynesianismus und der Österreichischen Schule der Nationalökonomie in Bezug auf die Perspektive, die sie auf die Wirtschaft nehmen, und die Rolle, die sie der Regierung bei der Gestaltung der Wirtschaft zuschreiben. Sie werden auch unterschiedliche Ansätze zur Analyse und Lösung wirtschaftlicher Probleme wie Arbeitslosigkeit, Inflation und Wirtschaftswachstum anbieten.

Von Michael

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